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Ich arbeite im Bereich kritischer feministischer Gesellschaftstheorie – im
Moment ohne Anstellung, aber trotzdem überarbeitet.
Meine Arbeit ist auf dem Gebiet des akademischen Feminismus
angesiedelt, umfasst aber auch Projekte im Feld linker
Politik wie etwa einer Kulturkritik der Heteronormativität,
des Kapitalismus sowie neoliberalistischer Entwicklungen
aus geschlechtsspezifischer Perspektive. Nachdem ich bereits
zur Kritik des Verhältnisses zwischen Geschlechtlichkeit
und Staat sowie zwischen Geschlechtlichkeit und Demokratie
gearbeitet habe, gilt mein primäres Interesse nun
der Konstruktion neuer Metaphern für ökonomische
Akteure, wie etwa der des/der Unternehmers/in des Selbst.
Neue Strategien der Konstruktion de/legetimierter Akteure
innerhalb der ökonomischen Handlungsräume gehen
mit der Neoliberalisierung von sozial- und wohlfahrtsstaatlichen
Politiken einher und reißen die Grenzen zwischen
so genannten privaten und öffentlichen Räumen
wie auch Aspekten individueller Persönlichkeit nieder.
Die Frage der Konstruktion von Identitäten und Subjektivitäten
steht erneut auf dem Spiel. In meinen Augen konstituiert
dieses Feld derzeitig ein entscheidendes Terrain für
krititsche Interventionen. Möglichkeiten der Gegendarstellung
müssen erarbeitet werden – insbesondere in Zeiten,
in denen Werbeagenturen mit Metaphern der Revolution und
Entliberalisierung spielen, um ihr Produktmarketing zu
optimieren; nicht zuletzt auch ein Charakteristikum der
Vermarktung des Selbst ... Die große Frage ist: Wie
können wir subversive Strategien denken, die ein Gegengewicht
innerhalb der neu strukturierten Machtverhältnisse
und diskursiven Metaphern bilden?
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