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Die Arbeitsgruppe AnbauNeueMitte, bestehend aus Thomas
André, Jochen Becker, Madeleine Bernstorff, Claudia
Heynen, Walther Jahn, Kirsten Küppers, Brigitta Kuster,
Stephan Lanz, Isabell Lorey und Katja Reichard entwickelte
zusammen mit geladenen Gästen aus unterschiedlichsten
gesellschaftlichen Feldern am Prater (Volksbühne Berlin)
während der Spielzeit 2001/02 das Projekt Die Falsches
Leben Show. Bei dem Format der Show ging es uns darum,
eine Form der öffentlichen Verständigung zu erfinden,
die mit nicht kontrollierbaren und nicht im Vorfeld formulierbaren
Effekten rechnen können sollte, aus denen möglicherweise
kollektive Ideen für Veränderung und Verweigerung
gegenüber neoliberalen Umstrukturierungen entstehen
könnten. Ausgehend von der These, dass die sozialen
und ökonomischen Prozesse, die unter dem Schlagwort ‚Neue
Mitte’ gebündelt wurden, nicht genügend
daraufhin untersucht wurden, wie sie Alltag strukturieren,
holten wir diesen mit Musik, Filmen, Gesprächen, Performances
auf die von Bert Neumann gestaltete Bühne als aufgeschnittener
Wohnung und verhandelten dort, wie wir jeweils so leben
und arbeiten, was ‚normal’ ist, und ob wir
das alles eigentlich so haben wollen. Wir wollten wissen,
wie wir selbst als kritische KulturproduzentInnen diesen
Neue-Mitte-Alltag und die dazugehörigen Arbeitsverhältnisse
mitproduzieren, wie dieser Diskurs bereits durch unsere
Körper, durch unser Begehren hindurch geht und sie
mit hervorbringt. Mehr noch: ob und wie wir die Neue Mitte
durch unsere Lebens- und Arbeitsweisen, durch unsere Selbstverhältnisse
mit möglich machen.
} Website: www.anbauneuemitte.de

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The working group AnbauNeueMitte, which consists of Thomas
André, Jochen Becker, Madeleine Bernstorff, Claudia
Heynen, Walther Jahn, Kirsten Küppers, Brigitta Kuster,
Stephan Lanz, Isabell Lorey and Katja Reichard, developed the
project Die Falsches Leben Show (The False Life Show) together
with invited guests from various social fields at the Prater
(Volksbühne Berlin) during the season 2001/02. The format
of the show was intended to invent a form of public communication,
which would not be able to rely on effects that could be controlled
or preformulated, from which collective ideas for change and
refusal with regard to neoliberal restructuring might emerge.
Starting from the thesis that the social and economic processes
gathered under the catchword "Neue Mitte" (new
middle) have not been sufficiently investigated in terms
of how they
structure everyday life, we put this everyday life on the
stage designed by Bert Neumann with music, films, discussions
and
performances as a dissected apartment and there negotiated
how we each want to live and work, what is normal and whether
that is the way we want it. We wanted to find out how we
ourselves, as critical cultural producers, contribute to
producing this
New-Middle-Everyday-Life and the working conditions that
are part of it, how this discourse already goes through our
bodies,
through our desire, and partly generates them. Even more:
whether and how we make the New Middle possible through the
way in
which we live and work, through our self-conditions.
} Website: www.anbauneuemitte.de
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